Steuern - Interne Kontrollen & Compliance 2019

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Steuern

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Spätestens seit dem Geschäftsjahr 2015 ist ein Internes Kontrollsystem in das "steuerliche Bewusstsein" eines jeden Unternehmens gerückt - vollkommen unabhängig von seiner Größe.
"Schuld" daran sind die "Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)" des BMF vom 14.11.2014. Gemäß Randziffer 100 hat der Steuerpflichtiger für die Einhaltung der Ordnungsvorschriften Kontrollen einzurichten, auszuüben und zu protokollieren.
Noch weiter verstärkt wurde der Druck durch den Anwendungserlass des BMF zu § 153 AO vom 23.05.2016, wonach bei einer strafbefreienden Selbstanzeige ein entsprechend ausgerichtetes IKS den Anfangsverdacht der vorsätzlichen Steuerhinterziehung oder leichtfertigen Steuerverkürzung zumindest abmildern kann.
Obwohl der Anwendungserlass "nur" ein Steuer-IKS erwähnt, war dies der "allgemeine Startschuss" für die Beschäftigung mit einem TCMS, basierend auf dem IDW Prüfungsstandards 980 "Grundsätze ordnungsgemäßer Prüfung von Compliance Management Systemen" vom 11.03.2011 hat das Institut der Wirtschaftsprüfer am 31.05.2017 den Praxishinweis 1/2016 "Ausgestaltung und Prüfung eines Tax Compliance Management Systems gemäß IDW PS 980" veröffentlicht.
Beinahe "untergegangen" sind in diesem Zusammenhang die "üblichen" steuerlichen Probleme, insbesondere im Bereich der Umsatzsteuer: Reverse Charge, innergemeinschaftliche Lieferungen und Leistungen oder Erwerbe, oder, etwas neueren Datums Online-Handel.
Dazu kommt für juritische Personen des öffentlichen Rechts, z.B. Körperschaften, öffentliche Verwaltung, die Regelung des § 2b UStG. Allein die Prüfung, inwieweit zukünftig umsatzsteuerrelevante Sachverhalte zu berücksichtigen sind, ist eine extrem zeitintensive Beschäftigung.
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